Heute früh ereiferte sich Alice Weidel, Merz verspreche bei seinem Besuch in der Ukraine „weitere Milliarden an deutschem Steuergeld“.
Am Abend meldet die ukrainische Regierung: Am Rande des Kanzlerbesuchs haben deutsche und ukrainische Firmen mehr als ein Dutzend Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet.

Das Gesamtvolumen der angekündigten Vereinbarungen beziffert Selenskyj auf mehr als 8,5 Milliarden Euro, aus deutschen Regierungskreisen ist von rund 6,5 Milliarden die Rede. Darunter sind Absichtserklärungen und Memoranden, nicht lauter fertige Kaufverträge.

Diehl soll Tausende IRIS-T-Luftabwehrraketen und weitere Systeme liefern, Hensoldt Aufklärungs- und Überwachungstechnik. Quantum Systems soll Abfangdrohnen gegen Russlands schnelle Jet-Drohnen weiterentwickeln.

Wer welche Projekte am Ende bezahlt, ist nicht vollständig geklärt, aber eines ist klar: Ukrainehilfe ist nicht einfach Geld, das Deutschland überweist und nie wiedersieht.

Sie schafft zugleich Aufträge, Produktion und technologische Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen. Und jede zusätzliche Luftabwehr, die russische Drohnen und Raketen über der Ukraine abfängt, hält diesen Krieg weiter von deutschem Territorium entfernt.