Eine Waffenruhe muss noch nicht einmal vereinbart sein, um Wirkung zu zeigen. Jedenfalls an der Börse.
Am Sonntag erklärte Donald Trump auf Truth Social, Russland und die Ukraine hätten einem sofortigen Stopp ihrer Angriffe auf Energieanlagen zugestimmt. Kyjiw wusste von einer solchen Einigung zunächst nichts. Russland hatte sie bis Montagmorgen ebenfalls nicht bestätigt.
Nach ukrainischen Angaben griff Russland trotzdem weiter Energieanlagen in Kyjiw und Charkiw an. Selenskyj erklärte, die Ukraine sei zu einer gegenseitigen Feuerpause bereit, wenn Russland ebenfalls auf Angriffe verzichte.
An den Ölmärkten reichte derweil bereits die Aussicht auf ein Abkommen: Brent gab am Montagmorgen zeitweise nach. Die Händler können auf eine erhoffte Waffenruhe reagieren, ohne ihren Abschluss abzuwarten.
In Charkiw nützt die Ankündigung nichts. Ob das Kraftwerk morgen noch Strom liefert, entscheidet sich nicht an der Börse.
Eine russische Zustimmung und überprüfbare Bedingungen standen bei Redaktionsschluss noch aus. Das angekündigte Abkommen ist deshalb keine bestätigte Waffenruhe.